Neuigkeiten rudn ums Recht:

Änderung des Zulassungsverfahrens im Medizinstudium

Am 06.12.2018 hat die Kultusministerkonferenz die Neuerungen für die Vergabe der Studienplätze im Studiengang Humanmedizin bestimmt. Es handelt sich um Anweisungen, die zum Teil von den Hochschulen umgesetzt werden müssen.
Es handelt sich aber insbesondere um einen Staatsvertrag, den die Bundesländer noch gegenzeichnen müssen.

Zukünftig werden 30 % der Studienplätze nach der Abiturnote vergeben (früher 20 %) die Wartezeitquote wird abgeschafft. Für Bewerber, die noch auf einer Warteliste stehen, wird es Übergangsregelungen geben.

Neben der Abiturnote gibt es weitere Kriterien, die die Hochschulen jeweils festlegen können. Insoweit sollen 60 % der Plätze vergeben werden (z. B. durch einen Test oder durch Auswahlgespräche).

Für 10 % der Bewerber gilt eine sogenannte Eignungsquote. Hier dürfen nur (zusätzliche) Kriterien in Betracht kommen, die mit den Schulnoten nichts zu tun haben (näheres ist hier noch offen).

Die Umsetzung erfolgt zum Sommersemester 2020, so dass die Studienplätze im Jahr 2019 noch nach den bisher geltenden Kriterien vergeben werden (also bis ein einschließlich Wintersemester 2019/20).


Universität Marburg erhöht die Zahl der Medizinstudienplätze

An der Universität Marburg wurden bisher regelmäßig sogenannte Teilstudienplätze vergeben. Es handelt sich um Studienplätze, die ausschließlich bis zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (Physikum) zur Verfügung gestellt wurden. Zukünftig sollen 185 Teilstudienplätze in Vollstudienplätze umgewandelt werden. Das heißt, diese Studierenden können das Studium an der Universität Marburg bis zur Erteilung der Approbation abschließen. Ein Wechsel der Hochschule nach dem Physikum (mit den entsprechenden bundesweiten Bewerbungen um einen Platz im ersten klinischen Fachsemester) entfällt also.